Philosophie

altar1 Wenn man von Philosophie spricht, denkt man meist an die tiefsinnigen Sprüche, die oft zur Genüge dargeboten werden. Man will sich damit meist eine Stufe über den "Mitbewerber" stellen.

Unser Ziel war es immer, allein die gebotene Qualität sprechen zu lassen. Aber doch gibt es so etwas wie eine Firmenphilosophie. Diese bildet sich meist ganz automatisch im Laufe der Tätigkeit eines Betriebes. Dabei handelt es sich um die Summe aller Entscheidungen und Arbeitstechniken, die wir für richtig und passend für unsere neuen und den uns anvertrauten Instrumenten halten. Durch die eigene Überzeugung, für die Orgellandschaft das Beste zu leisten, garantiert das auch unsere Motivation und damit die gleichbleibend hohe Qualität der Arbeiten.

Ein Grundsatz unseres Unternehmens ist eine gleichwertige Behandlung aller Instrumententypen, seien es Werke aus dem Barock, der Romantik oder auch neuzeitliche Werke. Gemäß den Richtlinien des Bundesdenkmalamtes ist ja j e d e Orgel grundsätzlich geschützt, also auch Werke jüngeren Datums. Mit diesem Bewusstsein stellen wir heute die Weichen für einen denkmalpflegerischen Fortbestand auch solcher Orgelwerke.

Beim Besuch einer Barockorgel bemerkte ein Kunde einmal treffend, das direkte Gespräch mit uns hätte ihm unsere gesamte Linie verraten. Als wir beim Ansprechen einer vorhandenen Windstößigkeit mit dem Satz "Da muss man sich auf das Instrument einstellen" reagierten, haben wir unbewusst einen weiteren Leitgedanken verraten.

Ein Instrument ist in seiner ursprünglichen Form durchaus als eine in sich geschlossene Einheit zu verstehen. In der oft jahrhundertealten Geschichte eines Instrumentes stellen unsere Arbeiten einen Augenblick in deren Bestehen dar. Aber schon dieser kurze Moment reicht aus, um tiefgreifende Maßnahmen zu setzen. Minderwertige Veränderungen und Zubauten haben im Verlauf der Geschichte manches interessante Instrument entstellt. Deshalb ist ein gefühlvolles Verwalten unseres Erbes im historischen Sinn für uns eine Verpflichtung an die Kulturlandschaft Mitteleuropas. Und bei der Durchführung dieses Vorhabens sind wir kompromisslos.

Dabei ist die Verwendung bester Materialien und deren Verarbeitung nach überlieferten Techniken selbstverständlich. Eine gründliche Archivforschung und das Studium von Vergleichsinstrumenten liefert die Basis jeder Restaurierung. Eine historische Orgel "spricht" zu uns, sie erzählt uns ihre Geschichte. Das Erkennen dieses Geistes trägt viel zum Erfolg eines Projektes bei. Auch ein mutmaßlicher Originalklang lässt sich nur mit viel Gefühl und Vorsicht herausschälen. Wir sprechen ja immerhin von Klangdenkmälern. Und als solche behandeln wir sie auch.

Bei einem so komplexen Gebilde wie einer Orgel ist die Transparenz der geleisteten Arbeiten oft ein großes Problem. Deshalb ist es uns auch ein Anliegen, unsere Erkenntnisse der Nachwelt zu erhalten und zu dokumentieren. Damit ist eine genaue Nachvollziehbarkeit des Projektes gegeben. Um dieses Kriterium und in weiterer Folge eine aussagekräftige Dokumentation zu erreichen, haben wir seit 2000 betriebsintern ein Qualitätssicherungssystem eingeführt. Nähere Informationen dazu senden wir bei Interesse gerne zu.

"Man kann sich an Maßstäben orientieren, oder Maßstäbe setzen"

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